Dummytraining - was ist das?

Ein Dummy ist ein Attrappe (für ein Stück Wild) welches bei der Hundeausbildung als Ersatz genutzt wird. Mit dem Dummy wird eine jagdliche Situation nachgestellt. Es gibt sie in verschiedenen Größen, diese sind zumeinst mit Granulat gefüllt und sind somit auch schwimmfähig. Der Hund lernt mit dieser Attrappe das gewünschte Verhalten für das Apportieren kleinschrittig zu erlernen. Das bedeutet, der Hund lernt auf Anweisung seines Menschen den Dummy zu suchen, zu finden und in die Hand seines Menschen zu bringen. Die Ausbildung bzw. die Arbeit mit dem Dummy und dem Hund erfreut sich seit vielen Jahrzehnten wachsender Beliebtheit. So gibt es bspw. ganz offiziell durchgeführte und anerkannte Prüfungen für Retriever nach dem FCI-Reglement in verschiedenen Leistungsklassen bei den Vereinen in Deutschland. Natürlich finden diese offiziellen Dummy-Prüfungen für Retriever auch im Ausland statt und so gibt es sogar jährlich eine Internationale Meisterschaft.


Aber nicht nur Retriever können apportieren lernen, es gibt auch immer mehr Dummy-Veranstaltungen oder Prüfungen für den Freizeitbereich. Diese werden in diversen Hundesportvereinen angeboten.

Beim Dummytraining apportieren die Hunde nicht nur. Es ist zudem eine großartige Möglichkeit Hunde artgerecht auszulasten. Da die Passion des Hundes jagen zu gehen auf das Dummy kontrolliert umgelenkt wird, fördert und verbessert die gemeinsame Dummyarbeit auf wunderbare Weise auch die Beziehung, Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Hunden und ihren Menschen.

 

Allgemeine Grundlagen im Dummytraining:
Es gibt drei unterschiedliche Aufgabenstellungen bei der aktiven Dummyarbeit die Hunde und Hundeführer verstehen und anwenden können sollten.

 

  • Markierung
  • Freie Verlorensuche
  • Einweisen auf Blinds


Alle Grundlagen und Teilbereiche die zum Dummytraining gehören sind allesamt wichtige und notwendige Bausteine für eine gute Dummyarbeit.


Besonders wichtig ist bei der Ausbildung von Anfang an Wert darauf zu legen, dass der Hund "die Beute" seinem Hundeführer auch zuverlässig bringt. Daher ist mir ein Aufbau der korrekten Abgabe des Dummys in meinem Training sehr wichtig um später Fehler und Probleme möglichst zu verhindern.

 

Warum ist das wichtig? Die Abgabe steht am Ende jeden Retrieves. Überlassen Sie daher eine korrekte Abgabe des Dummys nicht dem Zufall, sondern trainieren Sie diese von Anfang an auf positive Art und Weise kleinschrittig und in separat gestaltenen Übungen.

Die 3 Teilbereiche des Dummytrainings Markierung/Freie Verlorensuche/Einweisen fordern von unseren Hunden eine unterschiedliche  Arbeitsweise und Strategie um zu dem gewünschten Erfolg zu kommen.
Es ist sehr wichtig bereits im Trainingsaufbau dem Hund diese Unterschiede deutlich erkennbar zu gestalten.

Was lernen wir beim Dummytraining noch?

  • Fussgehen mit und ohne Leine
  • Impulskontrolle, Warten und Ruhe bewahren
  • Stoppen auf einmaliges akustisches Pfeifsignal 
  • Training am Wasser
  • die Unterscheidung von großer und kleiner Suche
  • links/rechts/back schicken
  • Suchenpfiff
  • Buschieren
  • Je nach Zielsetzung Schussgewöhnung 
  • Übergänge (bspw. Gräben, Zäune, unterschiedlicher Bewuchs überwinden)

Hier ein paar Foto-Impressionen vom Dummytraining.

Fotos: Andrea Geiger, Anne Bezdicek, Simone Hahn